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Au Backe! Notfallprogramm bei akuten Zahnproblemen

Jeder kennt das: Plötzlich treten Zahnschmerzen auf. Natürlich dann, wenn man sie gar nicht gebrauchen kann: in der Nacht oder am Wochenende, also außerhalb unserer Sprechzeiten.

Was soll man tun?

Wenn Sie Beschweren haben, können Sie sich am Wochenende und Mittwochnachmittag immer an den zahnärztlichen Notdienst wenden. Informationen dazu stehen in der Tageszeitung.

Hier geben wir Ihnen ein paar Tipps, wie Sie sich außerdem im Notfall verhalten sollten:

Ziehende anhaltende Schmerzen

In der Apotheke gibt es frei verkäufliche Medikamente gegen Zahnschmerzen. Besonders zu empfehlen sind Medikamente mit dem Wirkstoff Ibuprofen oder Paracetamol. Nehmen Sie keine Medikamente mit Acetylsalicylsäure (ASS), da diese das Blut verdünnt. Sollte es später notwendig werden, das Zahnfleisch aufzuschneiden oder den Zahn zu entfernen, kann es dadurch zu verstärkter Blutung kommen.

Manchmal helfen einfache Hausmittel wie vorsichtige Spülungen mit Kamillen- oder Salbeitee. Wer Gewürznelken im Haus hat, kann diese auf den schmerzenden Zahn legen und zerkauen. Auch wenn die Schmerzen dadurch verschwinden, sollten Sie am nächsten Tag unsere Praxis aufsuchen. Sollte keine ausreichende Wirkung eintreten, wird empfohlen, den zahnärztlichen Notdienst aufzusuchen.

Pulsierender unerträglicher Schmerz

Bei anhaltenden starken Schmerzen sollten Sie unbedingt einen Notdienst aufsuchen.

Bei beginnender Schwellung empfiehlt es sich, mit einem kalten Waschlappen zu kühlen. Legen Sie keine Eiswürfel direkt auf die Haut! Am nächsten Tag sollten Sie unsere Praxis aufsuchen.

Die Prothese drückt

Sie können stundenweise die Prothese herausnehmen, diese aber nach Möglichkeit immer wieder einsetzen. Sonst kann ich bei Ihrem Besuch nicht beurteilen, wodurch die Druckstelle verursacht wird. Spülen Sie mit Kamille oder Salbei, das lindert den Schmerz. Vereinbaren Sie am nächsten Tag einen Termin bei uns. Dann können wir die Ursache beseitigen.

Die Prothese ist zerbrochen oder ein Prothesenzahn ist herausgebrochen

Mit einem Tropfen Sekundenkleber lässt sich die Prothese erst einmal provisorisch reparieren. Kommen Sie am nächsten Tag in unsere Praxis. Innerhalb weniger Stunden können wir Ihre Prothese reparieren.

Eine Krone oder Brücke hat sich gelöst

Wenn Sie Prothesenhaftcreme im Haus haben oder von der Apotheke besorgen können, geben Sie davon eine kleine Menge in die Krone bzw. Brücke und setzen Sie diese wieder an ihre Stelle. Zahnpasta können Sie auch verwenden. Melden Sie sich anderntags bei uns zur weiteren Behandlung.

Eine Füllung ist herausgebrochen oder ein Stück Zahn ist abgebrochen

Wenn Sie keine Schmerzen haben, können Sie abwarten und sich am nächsten Tag bei uns melden.

Nachblutung nach einer Zahnentfernung

Bilden Sie eine Kompresse aus einem sauberen Stofftaschentuch und beißen Sie eine halbe Stunde lang darauf. Sollte die Blutung nicht aufhören, rufen Sie uns an oder suchen Sie den zahnärztlichen Notdienst auf.

Die richtige Putztechnik

Die Zähne sollen regelmäßig und gründlich gereinigt werden. Für die Zahngesundheit ist dabei die richtige Technik wichtig.

Die meisten Menschen reinigen ihre Zähne durch einfaches „Hin- und Herschrubben“. Davon ist abzuraten, denn so wird Zahnsubstenz „weggeschrubbt“, die sich nicht wieder neu bildet, und der Zahn ist dauerhaft geschädigt. Außerdem kann es zu Zahnfleischverletzungen kommen, und zudem werden die Zahnzwischenräume bei dieser Methode von den Borsten nicht erreicht.

Leider gibt es keine Einheitstechnik. Je nach Zustand der Zähne und des Zahnfleisches sind verschiedene Putztechniken zu empfehlen, die sich in der Bewegungsrichtung der Zahnbürste unterscheiden. Bei der professionellen Zahnreinigung zeigt Ihnen unsere Prophylaxeassistentin Frau Viehweider die für Sie geeignete Technik zur täglichen Mundhygiene.

Die wichtigsten Techniken hier als Kurzanleitung zusammengefasst:

Die Bass-Technik (Rütteltechnik)

Sowohl für Patienten mit gesundem als auch für Patienten mit entzündetem Zahnfleisch geeignet.

  • Borsten schräg (im 45°-Winkel) am Zahnfleischrand ansetzen und in kleinen rüttelnden Bewegungen (Hin- und Herbewegungen) über die Zähne führen.
  • Den losgerüttelten Zahnbelag durch Auswischbewegung in Richtung Kaufläche transportieren.
  • Ein bis zwei Zähne weiterrücken und die Reinigung wie beschrieben fortsetzten.
  • Erst die Außenflächen und dann die Innenflächen auf diese Weise reinigen.
  • Schließlich die Kauflächen putzen: in kurzen Bewegungen hin und her – immer zwei Zähne weiter.

 

Die Stillman–Technik (Auswischtechnik)

Für Patienten mit gesundem Zahnfleisch und nicht entzündlichem Zahnfleischrückgang (Rezessionen), und den damit verbundenen empfindlichen Zahnhälsen.

  • Borsten schräg (im 45°-Winkel) auf dem Zahnfleisch ansetzen.
  • Mit einer Drehbewegung vom Zahnfleisch zum Zahn wischen (von rot nach weiß).
  • Erst die Außenflächen und dann die Innenflächen auf diese Weise reinigen.
  • Schließlich die Kauflächen putzen: in kurzen Bewegungen hin und her – immer zwei Zähne weiter.

 

Die Charters-Methode (Massagemethode)

Zur Nachbehandlung parodontaler Erkrankungen.
Die Putzbewegung ist spiegelbildlich zur Stillman-Technik. Die Borsten werden also nicht vom Zahnfleisch zum Zahn, sondern vom Zahn zum Zahnfleisch geführt (von weiß nach rot). Die Reinigung den Innenflächen von Ober- und Unterkieferzähnen ist mit dieser Methode nur sehr schwer zu realisieren und erfordert großes manuelles Geschick. Deshalb sollten die Innenflächen besser mit der praktikableren Bass-Methode gereinigt werden.

Die Fones-Technik (Rotationstechnik)

Relativ leicht zu erlernende Technik, die sich gut für Kinder oder Menschen mit Behinderung eignet. Diese Methode ist auch von vielen Betreuern gut anwendbar.

  • Die Zähne des Ober- und Unterkiefers beißen aufeinander.
  • Große kreisende Bewegungen zur Reinigung der Außenflächen werden ausgeführt.
  • Bei geöffnetem Mund mit kleinen kreisenden Bewegungen die Innenflächen reinigen.

 

Diese Methode reinigt die Zähne nicht so gründlich wie die Bass- oder Stillman-Technik, da die Zahnzwischenräume nicht so gut erreicht werden.

Welche Zahncreme wird empfohlen?

Da Kinder bis zum Alter von 6 Jahren noch viel Zahncreme verschlucken, ist die Verwendung einen Zahncreme mit reduziertem Fluoridgehalt empfohlen (500ppm).

Zwischen den letzten beiden Milchzähnen besteht eine große Kontaktfläche, an der sehr oft Karies entsteht. Diese Fläche kann von den Eltern mit Zahnseide sauber gehalten werden. Als sehr nützlich haben sich hierzu vormontierte Zahnseidenhalter erwiesen.

Voraussetzung für die Versorgung mit Veneers

Nicht für jeden Patienten ist eine Veneerversorgung anzuraten:

Patienten, die mit den Zähnen knirschen, sollten eine andere Lösung anstreben und eventuell eine Kronenversorgung wählen. Durch das Zähneknirschen wird die Stabilität der Veneers stark beeinträchtigt.

Eingewöhnung und Pflege von herausnehmbarem Zahnersatz

Endlich wieder kräftig zubeißen und frei sprechen …

Aller Anfang ist schwer. Die meisten Patienten empfinden die neue Prothese zunächst als Fremdkörper. Sie müssen üben, damit zu essen und zu sprechen.

Haben Sie Geduld und essen Sie erst weiche Speisen. So lernen Sie am besten, die Kaukraft der neuen Zähne richtig einzusetzen. Viele Patienten haben in der Anfangsphase Angst vor dem Sprechen. Doch auch das Sprechen kann man leicht trainieren. Lesen sie z. B. morgens laut aus der Zeitung vor oder plaudern Sie mit Ihnen vertrauten Menschen. Schon bald geht Ihnen jeder Bissen und jeder Laut vertraut über die Lippen.

Nachts tragen oder nicht?

Teilprothesen sollten nach dem abendlichen Reinigen wieder eingesetzt werden und auch im Schlaf getragen werden. Wenn dieser Empfehlung nicht Folge geleistet wird, ist es oft morgens schwer, die Prothese wieder einzusetzen, da sich die Stellung der Zähne über Nacht minimal ändert.

Vollprothesen sollten dagegen nachts herausgenommen werden. Damit wird eine dauerhafte Belastung der Schleimhäute vermieden. Diese können sich erholen. Vollprothesen sollten über Nacht in einem Glas mit sauberem Wasser gelagert werden.

Auch bei den «Dritten» gilt: nach dem Essen Zähne putzen!

Reinigung einer Prothese
Prothesen sollten nach jeder Mahlzeit gereinigt werden. Das ist in den meisten Fällen mit einer normalen Zahnbürste und einer herkömmlichen Zahnpasta ganz leicht möglich. Noch einfacher und effektiver geht es mit einer speziellen Prothesenzahnbürste unter Verwendung einer Prothesenzahnpasta. Zur Reinigung wird die Prothese aus dem Mund genommen. Die Anwendung einer Mundspüllösung vor dem Wiedereinsetzen der Prothese kann die Mundhygiene unterstützen.

Ein guter Ratgeber ist das Handbuch der Mundhygiene, herausgegeben von der Bundesärztekammer.

Wenn es drückt und weh tut …

Durch das Tragen einer Prothese kann es immer zu Druckstellen kommen, auch wenn die Prothese mit größter Sorgfalt angefertigt wurde. Die Schleimhäute sind diesen Kaudruck nicht gewöhnt und können gereizt reagieren. Abhilfe schaffen können bestimmte speziell für die Mundschleimhaut entwickelte Salben. Diese sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Außerdem sollten Sie auf jeden Fall die Zahnarztpraxis aufsuchen, um den richtigen Sitz der Prothese prüfen zu lassen. Nach einiger Zeit kann auch die Unterfütterung der Prothese nötig werden, um die gute Passgenauigkeit wieder herzustellen.

Vollprothese heißt: nie wieder Zahnarzt?

Ihr Zahnersatz sollte nicht nur gut gepflegt werden. Auch eine halbjährliche Kontrolle durch Ihren Zahnarzt wird empfohlen. Nur so kann der optimale Sitz der Prothese gewährleistet werden. Wenn die Prothese nicht gut sitzt, werden die Schleimhäute ständig gereizt und sie entzünden sich leicht. Wenn das Kauen Beschwerden macht, werden bestimmte Nahrungsmittel wie Rohkost gemieden und eine ausgewogene Ernährung ist nicht mehr möglich. Außerdem macht das Essen dann keinen Spaß mehr.

Scheuen Sie sich daher nicht, Ihre Zahnarztpraxis aufzusuchen und die Situation anzusprechen.

Kostet die Behandlung Geld?

Wir haben Spaß mit den Kindern und Freude an der Behandlung.

Nicht immer werden die Kosten für die Behandlungen vollständig von den Krankenkassen übernommen. Doch sollte bei Ihrem Kind eine Behandlung notwendig werden, die Mehrkosten verursacht, klären wir Sie rechtzeitig darüber auf.

Wir freuen uns, wenn die Kinder bleiben und wenn wir weiterempfohlen werden.

Stillen, warum und wie lange?

Muttermilch ist in jeder Hinsicht die beste Nahrung für Ihren Säugling. Der Körperkontakt wirkt auf das Kind beruhigend. Das Kind muss sich anstrengen und schläft zufrieden ein. Durch das Saugen werden der Kiefer und die Muskulatur von Zunge Lippen gekräftigt. Es wird empfohlen den Säugling die ersten sechs Monate zu stillen. Muttermilch ist Essen und Trinken zugleich. Eine zusätzliche Flüssigkeitszufuhr ist in der Regel nicht notwendig.

Spätestens nach dem Durchbruch der ersten Zähne sollte jedoch abgestillt werden. Muttermilch ist sehr süß und damit leider auch sehr kariogen.

Wenn Sie auf Breikost umstellen, achten Sie auf die Zusammensetzung. Es ist vollkommen ungezuckerter Brei erhältlich. So könnten Sie die Entstehung von Karies verhindern und Sie vermeiden gleichzeitig, dass sich Ihr Kind früh an Süßes gewöhnt. Bieten Sie stattdessen abwechslungsreiche und nicht nur süße Nahrung an.

Schnuller oder Daumen?

Sobald die oberen und unteren Frontzähne Ihres Kindes da sind, also etwa mit 10 bis 12 Monaten, sollte weder Daumen noch Schnuller für längere Zeit zwischen den Zähnen verweilen. Es kann sonst zu einer Fehlentwicklung der Kiefer und zu einer Fehlstellung der Frontzähne kommen.

Wenn das Kind eingeschlafen ist, ziehen Sie den Schnuller wieder aus dem Mund. Sollte Ihr Kind den Daumen bevorzugen, bieten Sie ihm stattdessen den Schnuller an. Denn der ist leichter abzugewöhnen.

Spätestens nach dem zweiten Geburtstag sollte der Schnuller abgeschafft werden. Fantasievolle Geschichten zum Beispiel über die Schnullerfee oder den Schnullerbaum helfen dabei.


Wir informieren Sie gerne bezüglich weiterer Möglichkeiten der Entwöhnung.


Milchzahnkaries – warum müssen Milchzähne repariert werden?

Weit verbreitet ist noch immer die Meinung: Milchzähne fallen ja sowieso aus. Die muss man noch nicht so pflegen. Das ist falsch!

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Milchfrontzähne wechseln vom Milch- ins bleibende Gebiss, wenn die Kinder zur Schule kommen, der Zahnwechsel der Backenzähne erfolgt aber erst im Alter von 10 bis 13 Jahren.

Wenn die Milchzähne nicht gepflegt werden, werden sie kariös und oft kommt es dann zu einem frühzeitigen Zahnverlust. Dieser Zahnverlust kann später bei den bleibenden Zähnen zu Stellungsanomalien führen. Aufwendige und teure kieferorthopädische Apparaturen werden dann notwendig. Milchzähne haben also eine wichtige Platzhalterfunktion.

Tief zerstörte, entzündete Milchzähne können die Entwicklung des darunter liegenden bleibenden Zahnes beeinträchtigen. Oft sind dann auch diese in Form und Farbe fehlgebildet.

Gesunde Milchzähne sind außerdem Voraussetzung für eine gesunde Ernährung, wichtig für die Sprachentwicklung und nicht zuletzt für das Aussehen des Kindes.

Deshalb sind die richtige Pflege und der regelmäßige Zahnarztbesuch von Anfang an die Grundlage für den langen Erhalt der Zähne.

Sollten Süßigkeiten verboten werden?

Auf gar keinen Fall! Spätestens im Kindergartenalter lässt sich der Kontakt mit Süßigkeiten nicht mehr vermeiden. Sie sind ja auch lecker!

Bitte beherzigen Sie dann aber folgende Regeln:

Süßigkeiten sollten nicht in kleinen Portionen über den Tag verteilt gegessen werden, weil dann die Zähne über einen langen Zeitraum mit Zucker in Kontakt sind. Besser nach den Hauptmahlzeiten oder einmal zu einer festgelegten Zeit am Tag. Und danach … Zähneputzen.

Kindern Süßes zu verbieten ist sinnlos. Bieten Sie stattdessen zuckerarme Alternativen an. Oder greifen Sie auf zahnfreundliche Süßigkeiten zurück. Diese sind mit dem Symbol eines Zahnmännchens (www.zahnmaennchen.de) gekennzeichnet. Aber Achtung: Auch hier gilt Maß halten. Bei übermäßigem Verzehr können diese Süßigkeiten abführend wirken.